Willkommen in der Welt der P2P-Kredit-Investments! (Teil 1)

Nach der traurigen Nachricht, dass meine 9%-Rendite-Immobilie gestern verkauft wurde (war ich zu langsam? Nicht entscheidungsfreudig genug? Oder war es ein Zeichen des Himmels?), muss ich endlich ins Handeln kommen. P2P-Kredite gehören für mich zu den Investmentthemen, in die man sich relativ schnell einarbeiten kann und bei denen sehr bald auf die Theorie die Praxis folgen kann.

Also katalysiere ich mir (hoffentlich) ein Erfolgserlebnis herbei und starte meine Testreihe an P2P-Krediten.

Vorteile, die ich sehe:

  • Die möglichen Renditen liegen, je nach Risikoaffinität, verhältnismäßig hoch – ich rechne mit ca. 10 % Rendite jährlich
  • Auto-Investments sind möglich, sprich: ich kann automatisiert investieren
  • Ich investiere in einen Bereich, der zur Abwechslung mal NICHT mit dem Aktienmarkt korreliert
  • Wenn ich hinter ETFs und Immobilien einen ersten Haken setzen kann, möchte ich mich mit dem Sekundärmarkt verstärkt auseinandersetzen, der mich an eine Light-Version des Optionenhandels erinnert 🙂

Nachteile und/oder Gefahren, die ich sehe:

  • Ausfallrisiken von Krediten – im schlimmsten Fall: Maximalverlust des eingesetzten Kapitals
  • Der Markt boomt – und wie immer, wenn etwas stark im Wandel ist, ist hier die Gefahr hoch, dass alle zu wilden, kopflosen Hühnern werden und der Markt plötzlich zusammenbricht
  • Der Markt ist prädestiniert für Betrügereien jedweder Art, daher sehen wir mal, welche kreativen Crime-Levels in Zukunft noch entstehen …

Was ist mein Ziel?

Je nachdem, wie meine Erfahrungen verlaufen, möchte ich zwischen 2-10 % meines Vermögens in diesen Sektor investieren. Diversifikationsjunkment voll ausleben! => Diesen Punkt (P2P und Diversifikation) hat Lars Wrobbel in seinem Buch super veranschaulicht. Da sich bei 10% Rendite etwa alle 7 Jahre dank Zinseszinseffekt das eingesetzte Kapital verdoppelt => https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php => möchte ich mir mittelfristig einen automatischen Sparplan einrichten – wie bei allem anderen auch.

Mein Vorgehen:

  • ein paar Buchkapitel über P2P in diversen Büchern und dabei ein erstes grobes Gefühl für P2P bekommen
  • einige Blogbeiträge zum Thema P2P
  • der einzige P2P-Beitrag beim Finanzrocker-Podcast (klare Empfehlung!)
  • Konto bei Mintos eröffnet (absolut easy!) und 50 Euro „Testgeld“ überwiesen
  • vorsichtshalber noch das Buch „Investieren in P2P-Kredite“ von Lars Wrobbel nachgeschoben
  • … und jetzt kann die Startphase beginnen!

Heute habe ich außerdem mit meinem Dad telefoniert. Er geht in knapp 5 Jahren in Rente und hat sich klassischerweise noch kein zusätzliches Geldpolster aufgebaut. Mit seinem nebenberuflichen Extra-Einkommen ist er aber schon ganz gut am Start und wird sich hier vermutlich auch weiterhin ein Online-Zubrot verdienen können. Anlagen wie ETFs dauern aber einfach zu lange … Die Zeit drängt, um sich noch zumindest ein ganz kleines Polster zu schaffen. Daher habe ich ihm heute geraten, sich ebenfalls mit P2P auseinanderzusetzen. Ich bin gespannt, wie er damit zurechtkommt! Von einem Startinvestment von 500 Euro habe ich ihm abgeraten – erst testen, dann größere Beträge in die Hand nehmen. Nun drücke ich die Daumen, dass ich nicht die Büchse der Pandora geöffnet habe und muss natürlich mit ein wenig Erfahrung glänzen, wenn wir uns das nächste Mal sprechen.

Bei hunderten Anbietern: Warum gerade Mintos?

Mintos hat sich in den letzten Jahren im Markt etabliert und bietet eine Rückkaufgarantie für zahlreiche Kredite (heißt für mich: eine Extra-Portion Sicherheit). Außerdem ist die Investition (auf dem Primärmarkt) kostenfrei und die Renditen beachtlich. Darüber hinaus scheint die Mintos-Plattform aktuell eine der Top-Wahlen der einschlägigen Finanzblogger und -podcaster zu sein und ich hänge mich stumpf an ihren Erfolg 🙂

Mein erstes Auto-Invest bei Mintos: So sieht es aus

Wichtig war mir:

  • Ich habe das Auto Invest selbst zusammengestellt – die 3 Vorlagen („besonders sicher“, „besonders kurz“, „besonders diversifiziert“) hatten alle irgendeinen Punkt, der mir nicht gepasst hat. Vermutlich suche ich die eierlegende Wollmilchsau und werde feststellen, dass dieses Idealbild nicht hinhaut, aber auch das ist dann ein Learning.
  • Kurze Laufzeiten (wenn der Test schiefläuft, will ich das nicht erst in 5 Jahren sehen, sondern möglichst innerhalb von 6 Monaten)
  • Hohe Rendite zwischen 10% und 15%
  • Hohe Diversifikation: 10 habe ich angegeben, auch wenn eigentlich höchstens 5 möglich sind (50 Euro Testbetrag, 10 Euro sind häufig das Mindest-Investitionsvolumen)
  • Investitionssumme je Kredit habe ich bewusst geringgehalten, um auch bei diesem Mini-Betrag in mehrere Kredite investieren zu können (Diversifikation!)
  • Rückkaufgarantie (so viel Sicherheit muss sein)
  • Darlehensgeber waren mir völlig schnuppe – ich habe keine Ahnung, wer das alles ist, daher ist mir nur wichtig, dass auch hier nicht alle Kredite vom gleichen Darlehensgeber kommen. Ein Hakerl macht auch diese Diversifikation sofort möglich. Super 🙂
  • Sofort neu investieren, wenn wieder Geld z. B. durch Zinsrückzahlungen frei wird
  • Ausgeschlossen hatte ich erst Verbraucherkredite, habe diese jedoch nachträglich aktiviert (ja, das geht J ), um eine größere Auswahl an Krediten zu haben. Mein erster Gedanke war, dass bei Verbraucherkrediten die Rückzahlungswahrscheinlichkeit bestimmt geringer ist, weil irgendwer sich von meinem Geld dann einen neuen TV kauft und sich die Hände reibt, während er „Bauer sucht Frau“ auf Slowakisch anschaut und niemals plant, das Geld zurückzuzahlen. Aber: Das ist ein haltloses Vorurteil und hierüber werde ich erst eine Aussage machen können, wenn ich ein paar ausgefallene Kredite hatte und sehe, dass Verbraucherkredite häufiger ausfallen als alle anderen. Bis dahin würde ich mir selbst knapp 20% der meine Kriterien erfüllenden Kredite selbst verschließen, und das ist ja auch Mist.
  • Länder habe ich alle zugelassen, um ganz vorurteilsfrei Erfahrung zu sammeln

Und jetzt aktualisiere ich die Seite im Minutentakt, um zu sehen, ob ein Investment geklappt hat.

Mintos_Autoinvest_12.07.2018

Mein erster P2P-Kredit geht nach Dänemark in Höhe von 10 Euro, für 10,5 % Rendite und mit einer Laufzeit von nur wenigen Tagen. Seither wird nichts weiter automatisch investiert – ich stehe in der Warteschlange der geeigneten Kredite nun vermutlich recht weit hinten 😦

1. Investition Mintos

Und weil es so schön war, habe ich direkt weitere 50 Euro überwiesen. Mal sehen, ob ich mit diesen Einstellungen überhaupt weitere Kredite gekauft bekomme, ansonsten passe ich weiter an.

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